Welches Medikament bei beginnender Erkältung?

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Bei einer beginnenden Erkältung helfen keine antiviralen Medikamente. Symptomlinderung bieten Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol und abschwellende Nasensprays. Viele weitere angepriesene Mittel sind jedoch wirkungslos oder nicht ausreichend erforscht.
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Die beginnende Erkältung: Was hilft wirklich?

Die typischen Anzeichen sind da: Kratzen im Hals, laufende Nase, vielleicht etwas Kopfweh. Eine Erkältung bahnt sich an. Sofort schießen einem unzählige Hausmittel und Medikamente in den Kopf. Doch was hilft wirklich bei den ersten Symptomen und was ist reine Geldverschwendung oder gar schädlich?

Zunächst einmal die schlechte Nachricht: Es gibt kein Medikament, das eine Erkältung heilt. Die Erkältung wird durch Viren verursacht, und gegen Viren wirken Antibiotika nicht. Auch die oft beworbenen „antiviralen Mittel“ gegen Erkältungen zeigen in der Regel nur eine minimale oder gar keine Wirkung. Die Werbung verspricht oft mehr, als die wissenschaftliche Forschung belegen kann.

Was also tun, wenn die ersten Symptome auftreten? Der Fokus liegt hier auf der Symptomlinderung. Hier bieten sich bewährte und gut erforschte Mittel an:

  • Schmerzmittel: Bei Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber helfen Paracetamol oder Ibuprofen. Beide Wirkstoffe sind frei verkäuflich und werden gut vertragen, sofern man sich an die empfohlene Dosierung hält. Wichtig ist die Beachtung der Packungsbeilage und gegebenenfalls Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker, insbesondere bei Vorerkrankungen oder der Einnahme anderer Medikamente.

  • Abschwellende Nasensprays: Ein verstopfte Nase kann sehr unangenehm sein. Abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin oder Oxymetazolin können kurzfristig Linderung verschaffen. Wichtig: Diese Sprays sollten nicht länger als maximal sieben Tage angewendet werden, da sonst ein sogenannter Rebound-Effekt auftreten kann – die Nase verstopft nach dem Absetzen des Sprays noch stärker. Salzlösungen als Nasenspray sind eine gute Alternative für eine längerfristige Anwendung und schonen die Nasenschleimhaut.

  • Hustenmittel: Bei trockenem Husten können Hustenstiller Linderung verschaffen. Bei produktivem Husten (mit Auswurf) sind schleimlösende Mittel empfehlenswert. Auch hier gilt: Die Wahl des richtigen Mittels hängt von der Art des Hustens ab und sollte im Zweifelsfall mit dem Apotheker abgesprochen werden.

Was hilft NICHT und sollte kritisch betrachtet werden:

Viele angeblich erkaeltungsbekämpfende Mittel sind nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht oder zeigen nur einen minimalen Effekt. Dazu gehören beispielsweise zahlreiche pflanzliche Präparate oder Kombinationspräparate mit unzähligen Wirkstoffen, deren individuelle Wirkung oft nicht belegt ist. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Werbung und die Beratung in der Apotheke sind daher unerlässlich.

Fazit: Bei einer beginnenden Erkältung konzentrieren Sie sich auf die Linderung der Symptome mit bewährten Mitteln wie Paracetamol, Ibuprofen und gegebenenfalls abschwellenden Nasensprays. Genügend Ruhe, viel Flüssigkeit und eine gesunde Ernährung unterstützen den Körper bei der Genesung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Selbstmedikation kann zwar die Symptome lindern, ersetzt aber nicht den Besuch beim Arzt, insbesondere wenn die Erkältung mit Komplikationen wie z.B. einer starken Bronchitis einhergeht.