Welche Sehstörungen kann man lasern?
Laser-Augenkorrektur: Welche Sehfehler lassen sich behandeln?
Die Laserchirurgie hat die Augenheilkunde revolutioniert und bietet Millionen Menschen die Chance, von einer Brille oder Kontaktlinsen unabhängig zu werden. Doch welche Sehfehler lassen sich tatsächlich mit Laser behandeln und welche Grenzen gibt es? Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die individuelle Hornhautbeschaffenheit, die Art und Stärke des Sehfehlers sowie die neueste Technologie des verwendeten Lasers.
Die häufigsten behandelbaren Sehfehler sind:
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Kurzsichtigkeit (Myopie): Kurzsichtigkeit bedeutet, dass man Objekte in der Ferne unscharf sieht. Laserverfahren können die Brechkraft der Hornhaut gezielt reduzieren, so dass das Licht korrekt auf der Netzhaut fokussiert wird. Moderne Verfahren erlauben Korrekturen bis zu einer Stärke von -10 bis -18 Dioptrien (dpt), je nach Methode und individueller Hornhautdicke. Höhere Dioptrienwerte erfordern oftmals eine gründliche Abwägung der Risiken und Vorteile.
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Weitsichtigkeit (Hyperopie): Bei Weitsichtigkeit werden nahe Objekte unscharf gesehen. Der Laser wird hier eingesetzt, um die Hornhaut stärker zu wölben und somit die Brechkraft zu erhöhen. Die behandelbaren Dioptrienwerte liegen in der Regel bei +1 bis +6 dpt, höhere Werte sind oft schwieriger und nicht immer erfolgreich zu behandeln. Die Behandlung von Weitsichtigkeit mit Lasern ist im Vergleich zur Kurzsichtigkeit oft etwas komplexer und erfordert eine präzisere Planung.
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Hornhautverkrümmung (Astigmatismus): Ein Astigmatismus entsteht durch eine unregelmäßige Form der Hornhaut. Das führt zu einer unscharfen Sicht in allen Entfernungen. Laserbehandlungen können die Hornhaut gezielt umformen und so die unregelmäßige Brechung korrigieren. Der behandelbare Bereich liegt in der Regel bei bis zu 6 dpt Astigmatismus, abhängig vom individuellen Fall. Kombinierte Sehfehler (z.B. Kurzsichtigkeit und Astigmatismus) können oft simultan korrigiert werden.
Welche Verfahren kommen zum Einsatz?
Die am häufigsten verwendeten Laserverfahren sind:
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LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis): Hierbei wird eine dünne Hornhautschicht abgelöst, die darunterliegende Hornhaut mit dem Excimer-Laser bearbeitet und die Schicht wieder aufgelegt.
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Femto-LASIK: Eine Weiterentwicklung der LASIK, bei der ein Femtosekundenlaser anstelle eines mechanischen Instruments zur Erstellung des Hornhautlappens verwendet wird. Dies ermöglicht eine präzisere und schonendere Behandlung.
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PRK (Photorefraktive Keratektomie): Hierbei wird die oberste Hornhautschicht abgetragen und die darunterliegende Hornhaut mit dem Excimer-Laser behandelt. Die Heilungsphase ist etwas länger als bei LASIK.
Wichtiger Hinweis:
Ob eine Laserbehandlung geeignet ist, kann nur ein Augenarzt nach einer gründlichen Untersuchung feststellen. Die Entscheidung für oder gegen eine Laserbehandlung sollte immer im persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt getroffen werden, unter Berücksichtigung der individuellen Risikofaktoren und der möglichen Alternativen. Nicht jeder Sehfehler ist für eine Laserbehandlung geeignet, und es gibt auch individuelle Kontraindikationen. Eine realistische Erwartungshaltung und eine ausführliche Aufklärung sind unerlässlich.
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