Welche Schmerztabletten sind gefährlich?

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Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Diclofenac, Ibuprofen oder ASS können zwar Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen, bergen jedoch Risiken. Sie greifen die Schleimhäute an und können unangenehme Magenschmerzen bis hin zu Magengeschwüren verursachen. Personen mit einem empfindlichen Magen sollten daher besonders vorsichtig sein und diese Medikamente meiden oder Alternativen in Betracht ziehen.
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Vorsicht, Schmerzmittel! Wann werden Schmerztabletten gefährlich?

Schmerzmittel gehören zu den am häufigsten eingenommenen Medikamenten. Ihre Verfügbarkeit ohne Rezept und die schnelle Wirkung verleiten jedoch dazu, sie oft unbedacht und über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Dabei wird häufig übersehen, dass selbst scheinbar harmlose Schmerztabletten erhebliche Risiken bergen können, die von leichten Nebenwirkungen bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen reichen. Dieser Artikel beleuchtet die Gefahren verschiedener Schmerzmittelgruppen und zeigt, wann Vorsicht geboten ist.

Nicht-Opioide Analgetika: Die häufigsten Übeltäter

Zu den am weitesten verbreiteten Schmerzmitteln gehören die nicht-opioiden Analgetika, darunter Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Diclofenac. Diese Medikamente hemmen zwar effektiv Schmerzen und Entzündungen, greifen aber gleichzeitig die Magenschleimhaut an. Die Folgen reichen von leichten Magenbeschwerden wie Sodbrennen und Übelkeit bis hin zu schweren Komplikationen wie Magengeschwüren, Blutungen und Perforationen (Durchlöcherungen) des Magens oder Darms. Besonders gefährdet sind Personen mit:

  • Vorbestehender Magenerkrankung: Magengeschwür, Gastritis, Refluxösophagitis.
  • Alkoholkonsum: Alkohol verstärkt die Schleimhaut-schädigende Wirkung der Schmerzmittel.
  • Älteres Alter: Die Magenschleimhaut regeneriert sich im Alter langsamer.
  • Gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente: Viele Medikamente, insbesondere Blutverdünner, erhöhen das Risiko von Magen-Darm-Blutungen.

Paracetamol: Scheinbar harmlos, aber mit Tücken

Paracetamol gilt im Vergleich zu den oben genannten Schmerzmitteln als gut verträglich. Eine Überdosierung, die leicht aus Unachtsamkeit passieren kann (z.B. durch gleichzeitige Einnahme verschiedener Präparate mit Paracetamol), kann jedoch zu schweren Leberschäden bis hin zum Leberversagen führen. Auch bei regelmäßigem, langfristigem Konsum hoher Dosen besteht ein erhöhtes Risiko für Leberschädigungen. Personen mit Lebererkrankungen sollten Paracetamol nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.

NSARs und Herz-Kreislauf-Risiken:

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSARs) wie Ibuprofen und Diclofenac erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter Herzinfarkt und Schlaganfall. Dieses Risiko ist besonders hoch bei Personen mit bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel oder Raucherinnen und Rauchern.

Wann zum Arzt?

Bei folgenden Symptomen sollten Sie die Einnahme von Schmerzmitteln abbrechen und einen Arzt aufsuchen:

  • Starke Magenschmerzen
  • Blut im Stuhl oder Erbrechen von Blut
  • Schwarz gefärbter Stuhl
  • Anhaltende Übelkeit und Erbrechen
  • Gelbliche Verfärbung der Haut und Augen (Zeichen einer Leberschädigung)
  • Brustschmerzen oder Atemnot

Fazit:

Schmerzmittel können lebenswichtig sein, bergen aber auch erhebliche Risiken. Eine selbstständige und unüberlegte Einnahme über einen längeren Zeitraum kann schwerwiegende Folgen haben. Achten Sie auf die richtige Dosierung, informieren Sie Ihren Arzt über alle weiteren Medikamente, die Sie einnehmen, und scheuen Sie sich nicht, bei Unsicherheiten oder auftretenden Nebenwirkungen ärztlichen Rat einzuholen. Oft gibt es neben Schmerztabletten auch alternative Behandlungsmöglichkeiten, die individuell besser geeignet sind.