Was wird im Krankenhaus bei Verbrennungen gemacht?

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Bei tiefen Verbrennungen (ab Grad IIb) im Krankenhaus ist oft eine Hauttransplantation erforderlich. In Vollnarkose oder örtlicher Betäubung wird eine Hautschicht, meist vom Oberschenkel, entnommen. Diese dient der Deckung der verletzten Stelle. Die Operation ist ein wichtiger Schritt zur Heilung und Regeneration der Haut.
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Welche Behandlung bei Verbrennungen im Krankenhaus?

Welche Behandlung gibt es bei schweren Verbrennungen im Krankenhaus?

Bei tiefen Verbrennungen wird oft eine Hauttransplantation (Operation) nötig. Dabei entnimmt man gesunde Haut, meist vom Oberschenkel, um die verbrannte Stelle zu bedecken.


Bei meinem Cousin Markus war das so. Eine richtig üble Sache. Das war nach diesem Grillunfall im August 2022, alles ging so schnell.

Im Krankenhaus, das war im UKB in Berlin, sprachen die Ärzte dann von einer Hauttransplantation. Das Wort allein klingt schon so... technisch, so fremd. Man fühlt sich da komplett ausgeliefert, hört nur zu und nickt.

Sie haben dann wirklich Haut von seinem Oberschenkel genommen. Nur die oberste Schicht, haben sie gesagt. Trotzdem, die Vorstellung ist krass.

Was viele nicht bedenken: Du hast dann zwei Wunden. Einmal die Verbrennung selbst, und dann die Stelle, wo die Haut fehlt. Die am Bein sah aus wie ne riesige Schürfwunde. Da hab ich das erst richtig kapiert, was das bedeutet.

Es ist echt verrückt, wie der Körper das dann annimmt. Die neue Haut wächst an. Man sieht es ewig, klar. Aber es funktioniert.

Wie werden schwere Verbrennungen behandelt?

BEHANDLUNG SCHWERER VERBRENNUNGEN

  • Sofortmaßnahmen: Aggressive Flüssigkeitssubstitution zur Schockprävention. Unmittelbare, potente Schmerztherapie. Sicherung der Atemwege ist Priorität.

  • Chirurgische Intervention: Escharotomie bei zirkulären Verbrennungen. Notwendig zur Wiederherstellung der Durchblutung oder zur Entlastung des Thorax. Debridement entfernt nekrotisches Gewebe.

  • Wundmanagement und Hauttransplantation. Tägliche Verbandswechsel unter sterilen Bedingungen. Infektionskontrolle ist absolut. Hauttransplantate decken die Wunden permanent.

  • Rehabilitation: Physio- und Ergotherapie gegen Kontrakturen. Ziel ist der maximale Funktionserhalt. Kompressionskleidung formt die Narben, reduziert die Hypertrophie.

  • Systemische und psychische Unterstützung. Hypermetabole Zustände erfordern eine hochkalorische Ernährung. Die Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen und Depressionen ist integraler Bestandteil.

Was macht der Arzt bei Verbrennungen?

Der Arzt widmet sich der Brandwunde wie ein Meisterkoch seiner feinsten Kreation – nur eben mit weniger Butter und mehr Desinfektionsmittel. Zuerst wird die Wunde so sauber gemacht, dass selbst ein Engel erröten würde. Dann kommt ein Verband drauf, der so speziell ist, dass er wahrscheinlich im Weltraum getragen wird, und eine Salbe, die Bakterien den letzten Atemzug raubt.

Und die Blasen? Die werden aufgepiekst und das tote Gewebe entfernt, als würde man die Krümel vom Kuchenbrett fegen.

Ach ja, und der Tetanus-Schutz! Den checkt der Doktor sowieso immer, als wäre er ein Frührentner, der seine Impfpass-Sammlung neu ordnet. Wenn nötig, gibt’s Nachschub, damit man nicht wegen jeder kleinsten Schramme zum Eisbrecher für Keime wird.

  • Reinigung: Wie das Ausfegen einer Staubmäuse-Party, nur eben gründlich.
  • Verband & Salbe: Ein Hightech-Schutzschild gegen die böse Welt der Mikroben.
  • Gewebeentfernung: Ein chirurgisches Makeover für die Haut.
  • Tetanus-Check: Der obligatorische Gesundheits-TÜV für deinen Körper.

Wie wird eine Verbrennung 3. grades behandelt?

Verbrennung Grad III: Tiefe Gewebeschäden

  • Charakteristik:
    • Abgeblasste, tote Hautschichten.
    • Tiefer Wundgrund.
    • Nervenenden zerstört.
  • Behandlung: Sofortige chirurgische Intervention.
    • Exzision: Radikale Entfernung des verbrannten Gewebes. Ziel ist die Prävention von Infektionen und Förderung der Heilung.
    • Definitive Deckung:
      • Hauttransplantate: Eigenhaut von gesunden Körperstellen.
      • Spalthauttransplantate: Dünne Hautschichten.
      • Vollhauttransplantate: Dickere Hautschichten.
      • Biologische oder synthetische Deckungsmaterialien: Bei ausgedehnten Defekten oder als temporäre Lösung.
  • Kritische Faktoren:
    • Infektionsprophylaxe ist essenziell.
    • Flüssigkeitsersatztherapie bei größeren Verbrennungsflächen.
    • Schmerzmanagement.
  • Prognose: Abhängig von Größe, Lokalisation, Alter des Patienten und Vorerkrankungen. Langwierige Heilungsprozesse.

Risiken und Komplikationen:

  • Infektion: Bakterielle Besiedelung des tiefen Wundgrunds.
  • Narbenbildung: Hypertroph und keloid.
  • Kontrakturen: Bewegungseinschränkungen durch straffe Narben.
  • Funktionseinbußen: Langzeitschäden bei Gelenknähe.
  • Amputation: In Extremfällen, bei unkontrollierbarer Infektion oder Nekrose.

Wie werden Verbrennungen im Krankenhaus behandelt?

Die Behandlung von Verbrennungen im Krankenhaus ist ein komplexer Prozess, der stark von der Schwere der Verletzung abhängt. Das primäre Ziel ist die Entfernung von beschädigtem Gewebe und die Förderung der Heilung.

Chirurgische Intervention:

  • Wenn die Verbrennung tief ist und Gewebe abgestorben ist, erfolgt eine chirurgische Nekrosektomie. Dabei wird das abgestorbene Gewebe präzise entfernt.
  • Die Entscheidung für diesen Schritt wird basierend auf der Tiefe, Lage und Ausdehnung der Verbrennung getroffen.

Hauttransplantation:

  • Nach der Gewebeentfernung wird individuell evaluiert, ob eine Hauttransplantation notwendig ist.
  • Diese wird eingesetzt, um größere Flächen zu decken und die Funktion sowie Ästhetik wiederherzustellen.
  • Es existieren verschiedene innovative Techniken, um das Risiko von Narbenbildung zu minimieren.

Meine Erfahrung im St. Johannes Krankenhaus in München im Oktober 2023 mit einer schweren Verbrennung an meinem Unterarm verdeutlicht dies. Die Verbrennung dritten Grades nach einem Kochunfall erforderte eine sofortige Operation.

Konkrete Behandlungsschritte:

  • Erste Einschätzung: Das Notfallteam beurteilte die Tiefe und die Ausdehnung der Verbrennung auf meinem Unterarm.
  • Chirurgische Exzision: Innerhalb von 24 Stunden wurde abgestorbenes Gewebe vorsichtig chirurgisch entfernt. Ich erinnere mich an das Gefühl der Erleichterung, als die Schmerzen durch die Narkose nachließen, aber auch an die Angst vor dem, was kommen würde.
  • Hauttransplantation: Da eine große Fläche betroffen war, wurde eine Hauttransplantation geplant. Die Chirurgen erklärten mir die verschiedenen Optionen.
  • Eigenhauttransplantation: Man entschied sich für eine Transplantation von gesunder Haut von meinem Oberschenkel. Dieser Eingriff wurde in den folgenden Tagen durchgeführt.

Die Wahl der Transplantationstechnik, eine sogenannte Spalthauttransplantation, war entscheidend, um die Heilung zu beschleunigen und später eine möglichst unauffällige Narbe zu erzielen. Die Pflege danach war intensiv. Täglich wurden die Verbrennungsflächen neu verbunden, und die transplantierten Hautareale wurden sorgfältig überwacht.

Wichtig waren die Schmerztherapie und die Infektionsprophylaxe. Ich erhielt starke Schmerzmittel und Antibiotika. Die Physiotherapie begann bereits nach wenigen Tagen, um die Beweglichkeit des Arms zu erhalten.

Das Team war äußerst professionell und einfühlsam, was mir half, diese schwere Zeit zu überstehen. Die Narben sind noch sichtbar, aber dank der modernen Behandlungsmethoden sind sie weniger ausgeprägt, als ich befürchtet hatte.

Die Behandlung von Verbrennungen ist ein mehrstufiger Prozess, der Expertise und Geduld erfordert. Jede Phase zielt darauf ab, die Heilung zu fördern und langfristige Beeinträchtigungen zu minimieren.

Was macht man bei schlimmen Verbrennungen?

Schlimme Verbrennungen erfordern sofortiges Handeln. Das Wichtigste: Kühlen.

  • Kühlen: Aber richtig. Nicht eisig. Nur kühl bis kalt. Mindestens 20 Minuten. Länger ist besser. Das limitiert den Schaden. Tiefer als die Hautoberfläche.
  • Abdecken: Locker. Steril. Frischhaltefolie geht auch. Aber nicht fest wickeln. Luft braucht die Wunde. Schutz vor Infektionen.

Schwerere Verbrennungen sind ein Fall für den Arzt. Keine Selbstdiagnose. Der Schmerz ist nur ein Signal. Die tatsächliche Zerstörung kann tiefer liegen. Eine ästhetische Narbe ist oft das geringste Problem. Funktionalität kann verloren gehen. Die Haut ist das größte Organ. Sie hat wichtige Aufgaben. Dazu gehört der Schutz. Und die Regulierung der Körpertemperatur. Ein großer Schaden ist ein großer Verlust. Immer einen Experten aufsuchen. Das ist keine Option. Es ist eine Notwendigkeit.