Was tun bei entzündeter Neurodermitis?

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Akute, juckende Neurodermitis-Schübe erfordern möglicherweise kurzfristige Kortisonsalben oder -cremes. Diese stark wirksamen Präparate lindern Entzündungen, sind aber keine Dauerlösung und variieren in ihrer Stärke und Verfügbarkeit.
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Was tun bei entzündeter Neurodermitis?

Neurodermitis, auch bekannt als atopisches Ekzem, ist eine chronische Hauterkrankung, die durch trockene, juckende und entzündete Haut gekennzeichnet ist. Akute Schübe können besonders belastend sein und erfordern eine angemessene Behandlung.

Kurzfristige Maßnahmen:

Bei akuten Neurodermitis-Schüben können kurzfristige Maßnahmen helfen, die Entzündung zu lindern:

  • Topische Kortisonsalben oder -cremes: Diese stark wirksamen Präparate reduzieren Entzündungen schnell und effektiv. Es ist jedoch wichtig, sie nur nach ärztlicher Anweisung und über einen kurzen Zeitraum zu verwenden, da eine langfristige Anwendung zu Nebenwirkungen wie Hautverdünnung und Striae führen kann.

Langfristige Maßnahmen:

Die langfristige Behandlung von Neurodermitis konzentriert sich auf die Kontrolle der zugrunde liegenden Entzündung und die Hydratisierung der Haut:

  • Topische Immunmodulatoren (TIMs): Diese Medikamente, wie Calcineurininhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus) oder JAK-Inhibitoren (Dupilumab), unterdrücken das Immunsystem und reduzieren Entzündungen. Sie werden in der Regel zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

  • Biologika: Dies sind injizierbare Medikamente, die bestimmte Entzündungsmarker im Körper blockieren. Sie werden für mittelschwere bis schwere Neurodermitis eingesetzt, die auf andere Behandlungen nicht anspricht.

  • Lichtschutzfaktor (LSF): Da Sonnenlicht Neurodermitis-Schübe auslösen kann, ist es wichtig, täglich einen Sonnenschutz mit einem LSF von mindestens 30 zu verwenden.

  • Feuchthaltemittel: Die regelmäßige Anwendung von Feuchthaltemitteln hilft, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und den Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren. Wählen Sie parfümfreie, hypoallergene Produkte, die für empfindliche Haut geeignet sind.

  • Wechselbäder: Wechselnde warme und kalte Bäder können helfen, Juckreiz und Entzündungen zu lindern. Beginnen Sie mit einem warmen Bad und wechseln Sie dann zu einem kalten Bad. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals.

  • Stressbewältigung: Stress kann Neurodermitis-Schübe verschlimmern. Finden Sie gesunde Wege, mit Stress umzugehen, wie z. B. Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen:

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn:

  • Ihre Neurodermitis trotz Selbstbehandlung nicht besser wird.
  • Ihre Symptome schwerwiegend sind oder Ihr tägliches Leben beeinträchtigen.
  • Sie Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung oder Eiter bemerken.

Denken Sie daran, dass Neurodermitis eine chronische Erkrankung ist, die ein lebenslanges Management erfordert. Arbeiten Sie eng mit Ihrem Arzt zusammen, um einen maßgeschneiderten Behandlungsplan zu entwickeln, der Ihre individuellen Bedürfnisse erfüllt.