Was passiert, wenn man zu wenig auf die Toilette geht?

77 Aufrufe
Seltener Toilettengang begünstigt Bakterienwachstum im Harntrakt, was Entzündungen bis hin zur Niere nach sich ziehen kann. Die Blase verliert durch Überdehnung an Funktionalität. Regelmäßiges Entleeren ist daher essentiell für die Gesundheit des Harnsystems.
Kommentar 0 Gefällt mir

Folgen eines zu seltenen Toilettengangs

Ein regelmäßiger Gang auf die Toilette ist für die Gesundheit des Harntrakts unerlässlich. Eine zu seltene Blasenentleerung kann schwerwiegende Folgen haben.

Bakterienwachstum im Harntrakt

Wenn Urin länger als nötig in der Blase verbleibt, bietet er Bakterien einen idealen Nährboden. Diese Bakterien können sich vermehren und eine Infektion des Harntrakts verursachen. Dies kann zu Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang und Unterbauchschmerzen führen.

Bei Frauen ist ein seltener Toilettengang ein häufigerer Risikofaktor für Harnwegsinfektionen (HWI) als bei Männern, da die weibliche Harnröhre kürzer ist und Bakterien leichter in die Blase gelangen können.

Entzündung der Niere

Eine unbehandelte Harnwegsinfektion kann sich auf die Nieren ausbreiten und eine pyelonephritis verursachen. Diese Erkrankung ist durch starke Flankenschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen gekennzeichnet.

Funktionsverlust der Blase

Eine überdehnte Blase verliert allmählich ihre Fähigkeit, sich zusammenzuziehen. Dies kann zu Inkontinenz, also unfreiwilligem Urinabgang, führen. In schweren Fällen kann eine überdehnte Blase sogar platzen.

Ausreichende Blasenentleerung

Um die Gesundheit des Harntrakts zu erhalten, ist es wichtig, die Blase regelmäßig zu entleeren. Die Häufigkeit des Toilettengangs variiert je nach Person, aber im Allgemeinen sollte man mindestens alle drei bis vier Stunden auf die Toilette gehen.

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Blase zu entleeren, oder Anzeichen einer Harnwegsinfektion wie Brennen beim Wasserlassen oder Schmerzen im Unterbauch bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.