Was passiert im Körper, wenn die Leukozyten zu hoch sind?

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Ein erhöhter Leukozytenspiegel im Blut kann gesundheitliche Risiken bergen. Eine überhöhte Konzentration kann die Blutgerinnung fördern und das Risiko für Thrombosen und Schlaganfälle erhöhen. Dies erfordert ärztliche Untersuchung und Abklärung.
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Zu viele weiße Blutkörperchen: Was passiert im Körper?

Ein erhöhter Leukozytenspiegel im Blut, auch Leukozytose genannt, ist ein häufiges Symptom, das auf verschiedene Erkrankungen hinweisen kann. Es bedeutet, dass im Blut mehr weiße Blutkörperchen (Leukozyten) zirkulieren als üblich. Während Leukozyten essentiell für die Abwehr von Infektionen und Krankheiten sind, kann ein zu hoher Wert verschiedene negative Auswirkungen auf den Körper haben.

Was sind Leukozyten?

Leukozyten sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Sie erkennen und bekämpfen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze. Der Körper produziert ständig neue Leukozyten, und deren Anzahl reguliert sich in der Regel selbstständig. Ein erhöhter Wert deutet auf eine Störung dieses Gleichgewichts hin.

Was passiert im Körper bei Leukozytose?

Ein erhöhter Leukozytenspiegel selbst ist kein Krankheitsbild, sondern ein Hinweis auf einen zugrunde liegenden Prozess. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von harmlosen Ursachen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen. Beispiele sind:

  • Infektionen: Bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen sind häufigste Auslöser für eine Leukozytose. Der Körper reagiert auf den Eindringling und mobilisiert mehr weiße Blutkörperchen zur Bekämpfung.
  • Entzündungen: Auch Entzündungen, ob akute oder chronische, können zu einem erhöhten Leukozytenspiegel führen. Der Körper versucht, die Entzündung zu bekämpfen und setzt dabei mehr Leukozyten frei.
  • Blutkrankheiten: Krebsarten wie Leukämie, aber auch andere Erkrankungen des Blutes können zu einer erhöhten Leukozytenzahl führen. Hierbei können die Leukozyten unkontrolliert vermehrt werden.
  • Allergien und Immunreaktionen: Der Körper reagiert bei Allergien oder anderen Immunreaktionen ebenfalls mit einer erhöhten Leukozytenproduktion.
  • Stress und körperliche Anstrengung: Körperliche Anstrengung und Stress können kurzfristig einen Anstieg des Leukozytenspiegels bewirken. Dies ist meist eine vorübergehende Reaktion und nicht beunruhigend.
  • Medikamente: Eine Reihe von Medikamenten kann den Leukozytenspiegel beeinflussen.

Risiken durch zu hohe Leukozytenwerte:

Obwohl Leukozyten wichtig für die Abwehr von Krankheiten sind, kann ein dauerhaft erhöhter Leukozytenspiegel verschiedene Risiken mit sich bringen:

  • Erhöhtes Thromboserisiko: Eine erhöhte Konzentration an Leukozyten im Blut kann die Blutgerinnung begünstigen, was das Risiko für Thrombosen und Embolien (z.B. Lungenembolie) erhöht.
  • Folgeschäden durch Entzündungen: Chronische Entzündungen, die durch erhöhte Leukozytenzahlen unterstützt werden, können langfristig zu diversen Gesundheitsproblemen beitragen.
  • Beeinträchtigung anderer Blutwerte: Zu hohe Leukozytenwerte können auch andere wichtige Blutbestandteile beeinflussen.

Diagnose und Behandlung:

Ein erhöhter Leukozytenspiegel sollte immer von einem Arzt abgeklärt werden. Ein Blutbild ist der wichtigste diagnostische Schritt, um die Ursache zu ermitteln. Die Behandlung hängt stark von der zugrundeliegenden Ursache ab. In manchen Fällen ist nur eine symptomatische Behandlung notwendig, in anderen Fällen ist eine zielgerichtete Therapie zur Behandlung der Erkrankung nötig.

Fazit:

Ein hoher Leukozytenspiegel ist ein Indikator für eine mögliche Erkrankung. Eine umfassende ärztliche Abklärung ist unerlässlich, um die Ursache zu finden und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Selbstdiagnose sollte vermieden werden.