Was kann man gegen starke Neurodermitis machen?

27 Aufrufe
Neurodermitis erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Regelmäßige, feuchtigkeitsspendende Hautpflege bildet die Basis. Bei starken Schüben helfen Kortikosteroide lokal oder systemisch. Zusätzlich kann Lichttherapie Linderung verschaffen, während in schweren Fällen eine intravenöse Therapie notwendig sein kann.
Kommentar 0 Gefällt mir

Neurodermitis ganzheitlich behandeln: Maßnahmen bei starken Schüben

Neurodermitis, eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit, erfordert einen umfassenden Behandlungsansatz, um die belastenden Symptome zu lindern. Besonders bei starken Schüben sind verschiedene Therapieoptionen nötig.

Grundlage: Regelmäßige Hautpflege

Als Basis für eine erfolgreiche Neurodermitis-Behandlung dient eine regelmäßige, feuchtigkeitsspendende Hautpflege. Spezielle Cremes oder Lotionen stärken die Hautbarriere und reduzieren Trockenheit, Juckreiz und Entzündungen.

Lokale und systemische Kortikosteroide

Bei akuten Schüben greift man auf Kortikosteroide zurück. Als Lokaltherapie werden Cremes oder Salben direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Bei schweren Verläufen kann eine systemische Behandlung mit oralen Kortikosteroiden erforderlich sein.

Lichttherapie

Auch die Lichttherapie hat sich bei Neurodermitis bewährt. Ultraviolettes Licht (UVB) kann Entzündungen hemmen und das Immunsystem modulieren. Die Bestrahlung erfolgt in medizinischer Aufsicht.

Intravenöse Therapie in schweren Fällen

In besonders schweren Fällen, wenn andere Therapien nicht anschlagen, kann eine intravenöse Therapie mit Immunsuppressiva notwendig werden. Diese Medikamente unterdrücken das Immunsystem und damit die zugrunde liegende Entzündungsreaktion.

Weitere Maßnahmen

Neben diesen medizinischen Behandlungen sind weitere Maßnahmen empfehlenswert:

  • Stressreduktion: Stress kann Schübe auslösen oder verstärken. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation helfen, Stress zu bewältigen.
  • Ernährung: Bestimmte Lebensmittel können bei manchen Betroffenen Schübe hervorrufen. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, Trigger zu identifizieren.
  • Komplementärmedizin: Methoden wie Akupunktur oder Homöopathie können ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden.

Es ist wichtig, dass die Behandlung individuell auf den Patienten abgestimmt wird. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist entscheidend, um die Neurodermitis-Symptome effektiv zu kontrollieren.