Was ist die Flüssigkeit in Brandblasen?

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Brandblasen enthalten eine klare Flüssigkeit, das sogenannte Gewebswasser oder seröse Transsudat. Dieses sammelt sich zwischen den Hautschichten, da die Papillarschicht intakt bleibt. Diese spezielle Eigenschaft ermöglicht in der Regel eine narbenfreie Heilung. Solche Blasen sind typisch für Verbrennungen zweiten Grades.
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Die Flüssigkeit in Brandblasen: Ein genauerer Blick auf das Wundsekret

Brandblasen sind ein häufiges Symptom von Verbrennungen und entstehen als Schutzmechanismus des Körpers. Sie bilden sich, wenn die äußere Hautschicht (Epidermis) durch Hitze, Reibung oder chemische Stoffe geschädigt wird. Dabei löst sich die Epidermis von der darunterliegenden Dermis (Lederhaut) ab und es entsteht ein Hohlraum. Dieser Hohlraum füllt sich mit einer klaren, meist gelblichen Flüssigkeit – dem sogenannten Wundsekret oder Blasenflüssigkeit.

Doch was genau ist diese Flüssigkeit und welche Funktion hat sie? Im Wesentlichen handelt es sich um Gewebsflüssigkeit, auch Serum oder seröses Exsudat genannt. Diese Flüssigkeit tritt aus den beschädigten Blutgefäßen in der Dermis aus und sammelt sich im Blasenhohlraum. Sie besteht hauptsächlich aus Wasser, enthält aber auch wichtige Bestandteile wie:

  • Elektrolyte: Natrium, Kalium, Chlorid – diese Mineralien helfen, den Flüssigkeitshaushalt im Körper zu regulieren.
  • Proteine: Wie Albumin und Globuline, die für die Wundheilung und die Abwehr von Infektionen wichtig sind.
  • Glukose: Liefert Energie für die Zellen im Wundbereich.
  • Wachstumsfaktoren: Fördern die Regeneration des Gewebes.
  • Entzündungsmediatoren: Steuern den Entzündungsprozess, der für die Wundheilung essentiell ist.

Die Blasenflüssigkeit dient also nicht nur als Polster, um die darunterliegende Wunde vor weiterer Schädigung zu schützen, sondern sie versorgt das verletzte Gewebe auch mit Nährstoffen und unterstützt die Wundheilung. Die klare, wässrige Konsistenz deutet auf eine sterile Wunde hin. Wird die Flüssigkeit trüb oder eitrig, ist dies ein Anzeichen für eine Infektion, die unbedingt ärztlich behandelt werden sollte.

Im Gegensatz zu dem oft verwendeten Begriff "Transsudat", der eine durch erhöhten Druck in den Gefäßen entstandene Flüssigkeit bezeichnet, handelt es sich bei der Blasenflüssigkeit eher um ein Exsudat. Ein Exsudat entsteht durch eine erhöhte Durchlässigkeit der Gefäßwände aufgrund der Entzündungsreaktion.

Die Bildung von Brandblasen ist typisch für Verbrennungen zweiten Grades. Solange die Blase intakt bleibt, bietet sie einen natürlichen Schutz vor Infektionen. Ein Aufstechen der Blase sollte daher vermieden werden. Platzt die Blase von selbst, sollte die Wunde sauber gehalten und mit einem sterilen Verband abgedeckt werden, um Infektionen vorzubeugen. Bei größeren oder stark schmerzhaften Brandblasen ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen.