Warum mag man keinen Kaffee, wenn man krank ist?

13 Sicht

Kaffee kann bei leichter Erkältung den gewünschten Energieschub liefern. Vorsicht ist jedoch geboten: Bei heftigeren Erkrankungen mit Erbrechen oder Durchfall kann er den Flüssigkeitsverlust verstärken und somit die Dehydration verschlimmern. In solchen Fällen ist es ratsamer, auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder Elektrolytlösungen zu setzen.

Kommentar 0 mag

Warum man bei Krankheit oft keinen Kaffee mag – und wann er schaden kann

Kaffee ist für viele ein unverzichtbarer Start in den Tag und ein willkommener Muntermacher, wenn die Energie nachlässt. Doch was ist, wenn man sich krank fühlt? Plötzlich schmeckt der geliebte Kaffee bitter, unangenehm oder verursacht sogar Übelkeit. Warum ist das so und wann sollte man lieber darauf verzichten?

Veränderte Geschmackswahrnehmung:

Eine einfache Erklärung für die Abneigung gegen Kaffee im Krankheitsfall liegt in der veränderten Geschmackswahrnehmung. Eine Erkältung oder Grippe beeinträchtigt oft die Sinne, insbesondere den Geschmacks- und Geruchssinn. Die Nase ist verstopft, die Zunge belegt, und die feinen Nuancen des Kaffees werden nicht mehr richtig wahrgenommen. Dadurch kann der Kaffee bitterer und weniger aromatisch schmecken, was die Lust darauf verringert.

Körperliche Reaktionen:

Darüber hinaus können körperliche Reaktionen eine Rolle spielen. Kaffee wirkt anregend auf das Nervensystem und kann bei manchen Menschen zu Unruhe, Herzrasen oder sogar Angstgefühlen führen. Wenn der Körper bereits mit einer Krankheit zu kämpfen hat, kann diese zusätzliche Stimulation kontraproduktiv sein und das Unwohlsein verstärken.

Dehydration:

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die dehydrierende Wirkung von Kaffee. Koffein wirkt diuretisch, das heißt, es fördert die Ausscheidung von Flüssigkeit. Im Normalzustand ist dies in der Regel kein Problem, aber bei Krankheit, insbesondere bei Fieber, Erbrechen oder Durchfall, verliert der Körper bereits viel Flüssigkeit. Kaffee kann diesen Flüssigkeitsverlust noch verstärken und somit zu Dehydration führen, was die Genesung verzögern kann.

Wann ist Kaffee in Ordnung – und wann nicht?

  • Leichte Erkältung ohne Magen-Darm-Beschwerden: In diesem Fall kann eine Tasse Kaffee durchaus helfen, den Kreislauf anzukurbeln und die Müdigkeit zu bekämpfen. Achten Sie jedoch darauf, ausreichend Wasser zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  • Starke Erkältung, Grippe oder Magen-Darm-Infekt: Bei stärkeren Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder starkem Unwohlsein sollte man auf Kaffee verzichten. Der Körper benötigt Ruhe und ausreichend Flüssigkeit, um sich zu erholen.

Alternativen zum Kaffee:

Statt Kaffee sind bei Krankheit vor allem ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser, Kräutertees (z.B. Kamille, Salbei, Ingwer) oder Elektrolytlösungen ratsam. Sie helfen, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und den Körper bei der Genesung zu unterstützen.

Fazit:

Ob man bei Krankheit Kaffee trinken sollte, hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab. Bei leichten Erkältungen kann er in Maßen in Ordnung sein, bei stärkeren Symptomen sollte man jedoch lieber darauf verzichten und stattdessen auf ausreichend Flüssigkeit und Ruhe setzen. Hören Sie auf Ihren Körper und entscheiden Sie, was Ihnen guttut.