Warum bekommen Sterbende keine Flüssigkeit mehr?

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Der Stoffwechsel verändert sich in den letzten Lebensphasen. Dadurch verlieren Sterbende oft das Bedürfnis nach Essen und Trinken, da die Geschmacksempfindungen und der Hunger- bzw. Durstmechanismus nachlassen. Dies ist ein natürlicher Prozess.
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Warum trinken Sterbende häufig nicht mehr?

Im Verlauf des Sterbeprozesses treten verschiedene physiologische und metabolische Veränderungen auf, die das Verhalten und die Bedürfnisse des Sterbenden beeinflussen. Eine davon ist der Verlust des Appetits und des Durstes.

Stoffwechselveränderungen

  • Im Endstadium einer Erkrankung verlangsamt sich der Stoffwechsel des Körpers. Dadurch verringert sich der Bedarf an Energie und Nährstoffen.
  • Die Fähigkeit des Körpers, Nahrung und Flüssigkeit zu verarbeiten, nimmt ab.
  • Die Verdauung verlangsamt sich, was zu Übelkeit, Erbrechen und Blähungen führen kann.
  • Die Leber und die Nieren funktionieren möglicherweise nicht mehr so ​​effizient wie früher, was zu Flüssigkeitsansammlungen und Elektrolytstörungen führen kann.

Nachlassende Geschmacksempfindungen

  • Die Geschmacksempfindungen nehmen im Sterbeprozess oft ab. Dies kann dazu führen, dass Essen und Trinken weniger ansprechend werden.
  • Bestimmte Medikamente, die am Ende des Lebens verabreicht werden, können ebenfalls den Geschmackssinn beeinträchtigen.

Nachlassender Durstmechanismus

  • Der Durstmechanismus ist ein komplexer Prozess, der durch verschiedene Hormone reguliert wird.
  • Im Sterbeprozess kann die Produktion dieser Hormone abnehmen, was zu einem nachlassenden Durstgefühl führt.
  • Die Schleimhäute im Mund und Rachen werden möglicherweise trockener, was zu einem unangenehmen Brennen oder Kratzen führt.

Natürlicher Prozess

Es ist wichtig zu beachten, dass der Verlust des Appetits und des Durstes in den letzten Lebensphasen ein natürlicher Prozess ist. Er ist nicht unbedingt ein Zeichen von Leiden oder Schmerzen.

Komfortmaßnahmen

Auch wenn Sterbende möglicherweise nicht mehr viel essen oder trinken, ist es dennoch wichtig, sie mit Feuchtigkeit zu versorgen. Dies kann durch folgende Maßnahmen erfolgen:

  • Befeuchten der Lippen und des Mundes mit Wasser oder Glycerin.
  • Anbieten kleiner Eiswürfel oder gefrorener Fruchtstücke zum Lutschen.
  • Einreiben der Haut mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen.

Fazit

Der Verlust des Appetits und des Durstes bei Sterbenden ist ein natürlicher Prozess, der durch Veränderungen im Stoffwechsel, nachlassende Geschmacksempfindungen und einen nachlassenden Durstmechanismus verursacht wird. Es ist wichtig, die Bedürfnisse des Sterbenden zu respektieren und ihm mit Komfortmaßnahmen zu helfen.