Wann sieht man Sterne vor den Augen?
Plötzlicher Blutdruckabfall führt zu Minderdurchblutung von Gehirn und Augen. Die Netzhaut, beeinträchtigt durch Sauerstoffmangel, sendet fehlerhafte Signale ans Gehirn. Dies manifestiert sich als visuelle Störungen, wahrgenommen als flimmernde Lichtpunkte oder Sterne vor den Augen. Ein kurzzeitiger, aber auffälliger Effekt.
Sterne vor Augen: Wenn der Blick ins Dunkel trübt
Das plötzliche Aufblitzen von Sternen vor den Augen – ein Phänomen, das die meisten Menschen irgendwann einmal erlebt haben – ist meist harmlos, kann aber auch ein Hinweis auf ernsthafte gesundheitliche Probleme sein. Im Gegensatz zu den romantischen Assoziationen, die der Ausdruck mit sich bringt, handelt es sich in der Regel um ein Symptom, dessen Ursache geklärt werden sollte. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Auslöser dieses visuellen Phänomens und wann ein Arztbesuch dringend angeraten ist.
Der oben beschriebene plötzliche Blutdruckabfall ist in der Tat eine häufige Ursache. Durch die reduzierte Durchblutung des Gehirns und insbesondere der Netzhaut, der lichtempfindlichen Schicht im Auge, kommt es zu einem temporären Sauerstoffmangel. Die Nervenzellen der Netzhaut reagieren darauf mit fehlerhaften Signalen an das Gehirn, die wir als flimmernde Lichter, Sterne oder Blitze wahrnehmen. Diese „Sterne“ sind dabei oft weiß oder farbig und können in ihrem Erscheinungsbild variieren, von einzelnen Punkten bis hin zu ganzen Sternfeldern. Die Dauer dieser visuellen Störung ist meist kurzlebig, kann aber dennoch beunruhigend sein.
Neben dem Blutdruckabfall gibt es jedoch weitere Faktoren, die zu diesem Phänomen führen können:
-
Orthostatische Hypotonie: Ein zu starker Blutdruckabfall beim schnellen Aufstehen aus liegender oder sitzender Position kann ebenfalls „Sterne sehen“ verursachen. Dies liegt an der plötzlichen verminderten Blutversorgung des Gehirns.
-
Dehydrierung: Flüssigkeitsmangel führt zu einem verringerten Blutvolumen, was die Durchblutung beeinträchtigen kann.
-
Stress und Angst: Psychische Belastung kann zu einer Vasokonstriktion (Verengung der Blutgefäße) führen und so die Durchblutung des Gehirns reduzieren.
-
Migräne: Vorboten einer Migräneattacke können visuelle Aura-Erscheinungen wie Lichtblitze oder „Sterne“ umfassen.
-
Augenprobleme: Zwar seltener, können auch Erkrankungen des Auges selbst, wie Netzhautablösung oder Glaukom, zu ähnlichen Symptomen führen. Hier sind die “Sterne” oft nur ein Symptom im Gesamtbild einer Augenerkrankung.
-
Medikamentennebenwirkungen: Einige Medikamente können als Nebenwirkung visuelle Störungen verursachen.
Wann zum Arzt?:
Während ein einmaliges Auftreten von “Sternen vor den Augen” nach kurzem Schwindel oder bei schnellem Aufstehen meist harmlos ist, sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn:
- die Erscheinung häufig vorkommt oder länger anhält.
- weitere Symptome wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Sehstörungen hinzukommen.
- ein plötzliches Auftreten von “Sternen” mit Sehstörungen einhergeht.
- die Symptome im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Migräne oder Herzproblemen auftreten.
Ein Arzt kann die Ursache der visuellen Störung diagnostizieren und eine entsprechende Behandlung einleiten. Selbstdiagnose sollte vermieden werden, da die Ursachen vielfältig und teilweise ernst sein können. Bei Unsicherheit ist ein ärztlicher Rat immer zu empfehlen.
#Augenflimmern#Lichtblitze#Sternchen SehenKommentar zur Antwort:
Vielen Dank für Ihre Kommentare! Ihr Feedback ist sehr wichtig, damit wir unsere Antworten in Zukunft verbessern können.