Kann man 2 Jahre abgelaufenes Wasser noch trinken?

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Wasser an sich verdirbt nicht, da es keine Nährstoffe enthält. In den meisten Fällen ist wasser 2 jahre abgelaufen trinken bedenkenlos, sofern die Lagerung korrekt erfolgte. Wasser aus PET-Flaschen kann jedoch Geschmack annehmen, während Glasflaschen die Qualität besser bewahren. Unterschiede bestehen zwischen ungeöffneten und bereits geöffneten Behältern sowie den jeweiligen Verpackungsmaterialien.
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Wasser 2 Jahre abgelaufen trinken: Bedenkenlos?

Die Qualität von wasser 2 jahre abgelaufen trinken hängt stark von der Lagerung ab, da Wasser als solches nicht verdirbt. Es ist sinnvoll, die verschiedenen Verpackungsarten zu verstehen, um mögliche geschmackliche Veränderungen zu vermeiden. Erfahren Sie hier, worauf Sie achten müssen, um beim Trinken von altem Wasser auf der sicheren Seite zu bleiben.

Kann man 2 Jahre abgelaufenes Wasser noch trinken?

Wasser an sich verdirbt nicht, da es keine Nährstoffe enthält, die schimmeln oder gären können. In den meisten Fällen können Sie Wasser, das zwei Jahre über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt, noch bedenkenlos trinken,[1] sofern die Lagerung korrekt erfolgte. Dennoch gibt es bei verschiedenen Verpackungsmaterialien und Wassertypen wichtige Unterschiede, die Sie kennen sollten.

Die Rolle des Mindesthaltbarkeitsdatums

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein Verfallsdatum, sondern ein Frischegarant. Nach zwei Jahren verliert Wasser oft seine ursprüngliche Qualität. Das Wasser kann schal oder abgestanden schmecken, da sich im Laufe der Zeit die Zusammensetzung durch minimale Stoffe aus der Umgebung verändern kann. Häufig tritt nach so langer Lagerung ein metallischer Nachgeschmack auf.

Kohlensäurehaltiges Wasser verliert nach zwei Jahren meist komplett seine Spritzigkeit. Die Kohlensäure entweicht über die Zeit durch das Material der Flasche, sodass am Ende nur noch stilles Wasser übrig bleibt. Das ist zwar nicht gefährlich, verändert aber das Trinkerlebnis erheblich.

Glasflaschen versus PET-Flaschen

Die Verpackung ist entscheidend für die Qualität nach Ablauf des MHD. Glas ist ein inertes Material, das keine Stoffe an den Inhalt abgibt. Wenn Wasser in Glasflaschen kühl und dunkel gelagert wurde, ist es nach zwei Jahren in der Regel noch vollkommen einwandfrei.

Bei PET-Plastikflaschen sieht das anders aus. Nach zwei Jahren können minimale Mengen an Stoffen aus dem Kunststoff in das Wasser übergehen. [2] Experten raten deshalb eher davon ab, wasser aus pet flaschen abgelaufen zu trinken, da die geschmackliche Beeinträchtigung und die potenzielle Migration von Stoffen hier deutlich wahrscheinlicher sind.

Wie Sie die Wasserqualität selbst prüfen

Bevor Sie das Wasser trinken, ist eine einfache sensorische Prüfung immer ratsam. Riechen Sie kurz an der Flasche und schauen Sie, ob das Wasser klar ist und keine Partikel oder Verfärbungen aufweist. Falls Sie den Geschmackstest wagen möchten, füllen Sie das Wasser in ein Glas und trinken Sie auf keinen Fall direkt aus der alten Flasche, um keine Bakterien einzubringen.

Erfahrungen aus dem Alltag zeigen jedoch, dass man vorsichtig sein sollte: Wenn wasser in plastikflaschen haltbarkeit überschritten ist, deutet ein Kunststoffgeruch darauf hin, dass Inhaltsstoffe aus der Flasche in das Wasser übergegangen sind. In einem solchen Fall ist es ratsam, auf den Konsum zu verzichten.

Haltbarkeit nach Verpackungstyp

Die Wahl des Behälters beeinflusst maßgeblich, wie sich die Qualität über die Zeit verändert.

Glasflaschen

  • Sehr hoch, keine Abgabe von Stoffen
  • Sehr gut bei kühler, dunkler Umgebung

PET-Plastikflaschen

  • Niedrig, Migration von Weichmachern möglich
  • Eher kritisch nach Ablauf des MHD
Glas ist für die langfristige Aufbewahrung immer die sicherere Wahl. PET-Flaschen sind für den schnellen Verbrauch konzipiert und sollten nach Ablauf des MHD aufgrund der Materialermüdung eher vermieden werden.

Erfahrungen mit gelagerten Wasservorräten

Ein Hausbesitzer in Berlin hatte für Notfälle einen Vorrat an Mineralwasser in PET-Flaschen im Keller angelegt und dabei das MHD um über 20 Monate überschritten. Er wollte den Vorrat nicht einfach wegwerfen.

Beim Öffnen der ersten Flasche bemerkte er einen leichten chemischen Beigeschmack nach Plastik. Auch wenn das Wasser klar aussah, war der Geruch für ihn ein klares Warnsignal.

Nachdem er zwei weitere Flaschen stichprobenartig geprüft hatte und bei allen einen ähnlichen Geschmack feststellte, entschied er sich, das Wasser nur noch als Gießwasser für Zimmerpflanzen zu nutzen.

Die Lektion für ihn war klar: Für Notvorräte sind Glasflaschen oder spezielle Kanister wesentlich langlebiger als herkömmliche PET-Flaschen aus dem Supermarkt.

Sind Sie unsicher bezüglich der Haltbarkeit? Hier erfahren Sie mehr: Kann man abgelaufenes Wasser in Plastikflaschen noch trinken?

Weiterführende Lektüre

Kann abgelaufenes Wasser gesundheitsschädlich sein?

In den meisten Fällen ist es nicht direkt gesundheitsschädlich, wenn das Wasser klar und geruchlos ist. Bei PET-Flaschen besteht jedoch das Risiko einer schleichenden Weichmacherbelastung nach Jahren.

Schmeckt das Wasser nach 2 Jahren noch gut?

Meistens nicht mehr. Es schmeckt oft schal, abgestanden oder nimmt einen leichten Plastik- bzw. Metallgeschmack an.

Was soll ich mit altem Wasser tun?

Wenn Sie es nicht mehr trinken möchten, eignet es sich hervorragend als Gießwasser für Blumen oder zur Reinigung im Haushalt.

Die wichtigsten Dinge

Verpackung entscheidet

Wasser in Glasflaschen hält sich bei richtiger Lagerung deutlich länger als in PET-Flaschen.

Sensorik als Prüfinstrument

Riechen und schauen Sie immer auf das Wasser; bei unangenehmem Geruch oder Trübung sollten Sie es nicht trinken.

Keine Verschwendung

Altes Wasser ist kein Abfall, sondern kann problemlos für Pflanzen oder im Haushalt weiterverwendet werden.

Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Bei Unsicherheiten bezüglich der Wasserqualität oder gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Experten oder einen Arzt.

Informationsquellen

  • [1] Verbraucherzentrale - In den meisten Fällen können Sie Wasser, das zwei Jahre über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt, noch bedenkenlos trinken.
  • [2] Bfr - Nach zwei Jahren können minimale Mengen an Weichmachern oder anderen Stoffen aus dem Kunststoff in das Wasser übergehen.