Kann der Schließmuskel repariert werden?

139 Aufrufe
Die Sphinkterplastik, die operative Reparatur eines Schließmuskels, erfolgt meist unter Vollnarkose. Überlappende Nähte verschließen Defekte im Muskelring. Gegebenenfalls wird der Sphinkter zusätzlich gestrafft, um seine Funktion wiederherzustellen.
Kommentar 0 Gefällt mir

Sphinkterplastik: Wenn der Schließmuskel repariert werden muss

Ein intakter Schließmuskel ist für die Kontrolle über die Ausscheidungsfunktionen essenziell. Doch was passiert, wenn dieser Muskel beschädigt ist? In solchen Fällen kann eine Sphinkterplastik helfen, die Funktion des Schließmuskels wiederherzustellen.

Die Sphinkterplastik ist eine operative Maßnahme, bei der ein defekter Schließmuskel repariert wird. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose.

Wie funktioniert die Sphinkterplastik?

Der Chirurg nähert sich dem defekten Schließmuskel entweder über einen Schnitt am After oder über die Scheide. Anschließend werden die Ränder des Muskels mit überlappenden Nähten zusammengefügt, um den Defekt zu schließen. In manchen Fällen kann es auch notwendig sein, den Schließmuskel zusätzlich zu straffen, um seine Funktion wiederherzustellen.

Welche Gründe gibt es für eine Sphinkterplastik?

Es gibt verschiedene Gründe, die zu einer Schädigung des Schließmuskels führen können:

  • Geburtstrauma: Bei einer schwierigen Geburt kann der Schließmuskel reißen.
  • Analfissuren: Chronische Risse im After können zu einer Schwächung des Schließmuskels führen.
  • Morbus Crohn: Diese chronisch-entzündliche Darmerkrankung kann ebenfalls den Schließmuskel schädigen.
  • Tumore: Ein Tumor im Bereich des Afters kann die Funktion des Schließmuskels beeinträchtigen.
  • Unfälle: Verletzungen durch Unfälle können ebenfalls den Schließmuskel beschädigen.

Welche Risiken birgt eine Sphinkterplastik?

Wie bei jeder Operation besteht auch bei der Sphinkterplastik ein gewisses Risiko:

  • Infektion: Wie bei jeder Operation besteht die Gefahr einer Infektion.
  • Blutung: Es kann zu Nachblutungen kommen.
  • Schmerzen: Nach dem Eingriff können Schmerzen auftreten.
  • Schwierigkeiten beim Stuhlgang: Manche Patienten haben nach der Operation Schwierigkeiten beim Stuhlgang.
  • Inkontinenz: Trotz der Operation kann die Inkontinenz bestehen bleiben.

Was ist nach der Sphinkterplastik zu beachten?

Nach der Operation ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und die Anweisungen des Arztes zu befolgen. Dies beinhaltet in der Regel:

  • Ruhe: In den ersten Tagen nach der Operation sollten Sie sich möglichst schonen.
  • Schmerzmittel: Ihr Arzt wird Ihnen Schmerzmittel verschreiben, die Sie nach Bedarf einnehmen sollten.
  • Ernährung: Es ist wichtig, eine ballaststoffreiche Ernährung zu sich zu nehmen.
  • Hygiene: Achten Sie auf eine sorgfältige Hygiene im Analbereich.

Fazit

Die Sphinkterplastik ist ein komplexer Eingriff, der jedoch bei vielen Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führen kann. Vor einer Operation sollten Sie sich ausführlich mit Ihrem Arzt über die Risiken und Vorteile des Eingriffs informieren.