Bis wann wird Kurzsichtigkeit schlimmer?

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Die Entwicklung der Kurzsichtigkeit ist individuell und schwer vorherzusagen. Da das Augenwachstum etwa bis zum 15. Lebensjahr anhält, kann sich die Sehschwäche in dieser Zeit verstärken. Eine gezielte Vorbeugung der Kurzsichtigkeit ist bislang nicht möglich. Betroffene sollten regelmäßige Kontrollen wahrnehmen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
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Kurzsichtigkeit: Bis wann verschlechtert sie sich in der Regel? Ein Blick auf die Entwicklung und was man wissen sollte.

Kurzsichtigkeit, oder Myopie, ist eine weit verbreitete Sehschwäche, die das klare Sehen von Objekten in der Ferne beeinträchtigt. Betroffene können Schwierigkeiten haben, Straßenschilder zu lesen oder Gesichter auf Distanz zu erkennen. Während die Ursachen vielfältig sein können, ist eines für viele Kurzsichtige von Interesse: Bis zu welchem Alter verschlimmert sich die Kurzsichtigkeit? Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht, aber es gibt einige wichtige Faktoren, die eine Rolle spielen.

Das Augenwachstum als entscheidender Faktor:

Die Entwicklung der Kurzsichtigkeit ist eng mit dem Wachstum des Augapfels verbunden. Bei kurzsichtigen Menschen ist der Augapfel im Verhältnis zur Brechkraft von Hornhaut und Linse zu lang. Dadurch wird das Bild nicht scharf auf der Netzhaut, sondern davor abgebildet. Da das Auge in der Kindheit und Jugend wächst, kann sich diese Diskrepanz verstärken und die Kurzsichtigkeit somit zunehmen.

In der Regel stabilisiert sich das Augenwachstum zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr. Das bedeutet, dass die Verschlechterung der Kurzsichtigkeit in den meisten Fällen nach dem 18. Lebensjahr deutlich langsamer wird oder sogar ganz zum Stillstand kommt. Allerdings gibt es Ausnahmen, und bei einigen Menschen kann die Kurzsichtigkeit auch im Erwachsenenalter weiter fortschreiten.

Individuelle Unterschiede und beeinflussende Faktoren:

Die Geschwindigkeit und der Zeitpunkt, bis zu dem sich die Kurzsichtigkeit verschlimmert, sind von Person zu Person unterschiedlich. Verschiedene Faktoren können eine Rolle spielen:

  • Genetik: Kurzsichtigkeit hat oft eine genetische Komponente. Wenn beide Elternteile kurzsichtig sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch das Kind betroffen ist und eine stärkere Ausprägung der Kurzsichtigkeit entwickelt.
  • Umweltfaktoren: Studien legen nahe, dass auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen können. Beispielsweise scheint viel Zeit im Freien in der Kindheit das Risiko, kurzsichtig zu werden, zu reduzieren. Längere Zeiträume, die mit Naharbeit wie Lesen, Schreiben oder Bildschirmarbeit verbracht werden, könnten hingegen die Entwicklung der Kurzsichtigkeit fördern.
  • Lebensstil: Auch der allgemeine Lebensstil kann Einfluss haben. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf können die allgemeine Gesundheit, einschließlich der Augengesundheit, positiv beeinflussen.
  • Vorerkrankungen: In seltenen Fällen können bestimmte Erkrankungen oder Medikamente die Entwicklung der Kurzsichtigkeit beeinflussen.

Was man tun kann:

Auch wenn eine gezielte Vorbeugung der Kurzsichtigkeit bislang nicht möglich ist, gibt es Maßnahmen, die man ergreifen kann, um die Augengesundheit zu fördern und die Entwicklung der Kurzsichtigkeit möglicherweise zu verlangsamen:

  • Regelmäßige Augenuntersuchungen: Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt oder Optiker sind entscheidend, um Veränderungen der Sehschärfe frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu korrigieren.
  • Ausreichend Zeit im Freien: Studien deuten darauf hin, dass ausreichend Zeit im Freien das Risiko, kurzsichtig zu werden, verringern kann.
  • Gute Sehgewohnheiten: Bei Naharbeit, wie Lesen oder Bildschirmarbeit, sollten Pausen eingelegt und ausreichend Abstand gehalten werden.
  • Ggf. spezielle Kontaktlinsen oder Brillengläser: Bei Kindern und Jugendlichen mit fortschreitender Kurzsichtigkeit können spezielle Kontaktlinsen oder Brillengläser in Erwägung gezogen werden, die das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit verlangsamen sollen. Diese Optionen sollten jedoch immer mit einem Augenarzt besprochen werden.

Fazit:

Die Entwicklung der Kurzsichtigkeit ist ein individueller Prozess. In den meisten Fällen stabilisiert sich die Sehschärfe zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr, da das Augenwachstum in dieser Zeit zum Stillstand kommt. Allerdings gibt es Ausnahmen. Regelmäßige Augenuntersuchungen, ein gesunder Lebensstil und gute Sehgewohnheiten sind wichtig, um die Augengesundheit zu fördern und mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Bei Bedenken oder Fragen zur Kurzsichtigkeit sollte man sich immer an einen Augenarzt oder Optiker wenden.