Bei welcher Temperatur sollte man ins Krankenhaus?

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Bei Fieber über 41°C ist eine Krankenhausbehandlung notwendig. Dort erhalten Patienten intravenöse Flüssigkeitszufuhr und werden mit Kühldecken behandelt, um die Körpertemperatur zu senken und gefährliche Komplikationen zu vermeiden.
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Fieber ist ein wichtiges Symptom, das auf eine zugrunde liegende Erkrankung hindeutet. Es dient als Abwehrmechanismus des Körpers gegen Infektionen. Doch ab wann wird Fieber gefährlich und erfordert einen Krankenhausaufenthalt? Die pauschale Aussage "ab 41°C" ist zu vereinfachend und kann gefährlich sein. Die Entscheidung, ob ein Krankenhausbesuch notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, nicht allein von der Höhe des Fiebers.

Wann ins Krankenhaus bei Fieber?

Ein Krankenhausaufenthalt ist bei Fieber insbesondere dann in Erwägung zu ziehen, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Fieber über 39°C, das länger als 3 Tage anhält und nicht auf Hausmittel anspricht: Anhaltendes hohes Fieber kann auf eine ernsthafte Infektion hinweisen.
  • Fieberkrampf: Fieberkrämpfe, insbesondere bei Kindern, sind zwar oft harmlos, sollten aber dennoch ärztlich abgeklärt werden.
  • Starke Begleitsymptome: Dazu gehören beispielsweise starke Kopfschmerzen, steifer Nacken, Verwirrtheit, Atemnot, anhaltendes Erbrechen, Hautausschläge (insbesondere punktförmige Blutungen), starke Bauchschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen.
  • Vorerkrankungen: Personen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. durch HIV, Krebs oder Transplantation), chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes, Herzerkrankungen) oder Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet und sollten bei hohem Fieber frühzeitig einen Arzt aufsuchen.
  • Verdacht auf eine spezifische Infektion: Bei Reisen in bestimmte Gebiete (z.B. Tropen) oder Kontakt mit infizierten Personen sollte bei Fieber an spezifische Infektionskrankheiten gedacht und ein Arzt konsultiert werden.
  • Dehydration: Anzeichen für Dehydration sind unter anderem ein trockener Mund, weniger Urinabsatz, eingesunkene Augen und Schwindel. Bei Fieber und Dehydration ist eine ärztliche Behandlung wichtig.
  • Bewusstseinsstörungen: Verwirrtheit, Benommenheit oder Bewusstlosigkeit in Kombination mit Fieber sind Alarmzeichen und erfordern sofortige medizinische Hilfe.

Was passiert im Krankenhaus?

Im Krankenhaus wird die Ursache des Fiebers abgeklärt. Neben einer körperlichen Untersuchung können Blutuntersuchungen, Urinuntersuchungen und ggf. weiterführende bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen, CT) durchgeführt werden. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Sie kann Medikamente (z.B. Antibiotika bei bakteriellen Infektionen), Fiebersenkende Mittel und unterstützende Maßnahmen wie Flüssigkeitszufuhr umfassen. Kühldecken kommen nur in seltenen Fällen bei extrem hohem Fieber zum Einsatz.

Fazit:

Die Entscheidung, ob ein Krankenhausaufenthalt bei Fieber notwendig ist, sollte individuell und in Absprache mit einem Arzt getroffen werden. Die Höhe des Fiebers allein ist nicht ausschlaggebend. Begleitsymptome, Vorerkrankungen und der allgemeine Zustand des Patienten spielen eine entscheidende Rolle. Im Zweifelsfall ist es immer ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.