Bei welcher Krankheit muss man viel schlafen?

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Narkolepsie ist eine Schlafstörung, die durch eine Störung der normalen Schlaf-Wach-Regulation im Gehirn gekennzeichnet ist. Betroffene erleben plötzliche, überfallartige Schlafattacken tagsüber. Die Erkrankung betrifft etwa 3 von 10.000 Menschen.
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Narkolepsie: Eine Schlafstörung, gekennzeichnet durch übermäßige Schläfrigkeit

Narkolepsie ist eine chronische Schlafstörung, die durch eine Störung der normalen Schlaf-Wach-Regulation im Gehirn gekennzeichnet ist. Menschen mit Narkolepsie erleben plötzliche, überfallartige Schlafattacken tagsüber, auch wenn sie ausreichend Schlaf erhalten haben.

Symptome der Narkolepsie

Neben übermäßiger Schläfrigkeit können Menschen mit Narkolepsie auch die folgenden Symptome aufweisen:

  • Kataplexie: Plötzlicher Verlust der Muskelkraft, der durch starke Emotionen wie Lachen oder Weinen ausgelöst werden kann
  • Schlafparalyse: Unfähigkeit, sich bei Aufwachen oder Einschlafen zu bewegen oder zu sprechen
  • Halluzinationen: Lebhafte und oft beängstigende Bilder oder Geräusche, die während des Einschlafens oder Aufwachens auftreten können

Ursachen der Narkolepsie

Die genaue Ursache der Narkolepsie ist nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass sie mit einem Verlust von Neuronen im Gehirn zusammenhängt, die Hypocretin (auch Orexin genannt) produzieren. Hypocretin ist ein Neurotransmitter, der an der Regulierung von Schlaf und Wachheit beteiligt ist.

Diagnose von Narkolepsie

Die Diagnose der Narkolepsie wird in der Regel durch eine Kombination aus einer Schlafstudie (Polysomnographie) und einem Multiple Sleep Latency Test (MSLT) gestellt. Bei der Polysomnographie wird der Schlaf des Patienten über Nacht überwacht, um nach Anzeichen von unterbrochenem Schlaf oder Kataplexie zu suchen. Der MSLT misst die Zeit, die der Patient benötigt, um nach einem Aufwachen einzuschlafen.

Behandlung von Narkolepsie

Es gibt keine Heilung für Narkolepsie, aber es gibt Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können, die Symptome zu bewältigen. Zu den Behandlungen gehören:

  • Medikamente: Stimulanzien wie Modafinil können dazu beitragen, die Wachheit zu fördern und Schläfrigkeit zu reduzieren.
  • Verhaltenstherapie: Kognitiv-behaviorale Therapie kann Patienten helfen, ihren Schlaf besser zu regulieren und mit den Herausforderungen der Narkolepsie umzugehen.
  • Lebensstiländerungen: Regelmäßiger Schlaf, Nickerchen und eine gesunde Ernährung können helfen, die Symptome der Narkolepsie zu lindern.

Auswirkungen von Narkolepsie

Narkolepsie kann erhebliche Auswirkungen auf das Leben einer Person haben. Sie kann Schwierigkeiten verursachen bei:

  • Der Arbeit oder Schule
  • Beziehungen
  • Soziale Aktivitäten
  • Verkehrssicherheit

Fazit

Narkolepsie ist eine chronische Schlafstörung, die durch übermäßige Schläfrigkeit gekennzeichnet ist. Sie kann durch eine Störung der normalen Schlaf-Wach-Regulation im Gehirn verursacht werden. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Symptome zu bewältigen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.