Was passiert bei einer Weltraumbestattung?

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Eine Ablauf einer Weltraumbestattung beinhaltet den Transport der Asche in den Weltraum mittels einer Rakete. Dieser Prozess erfolgt individuell nach dem gewählten Paket des Anbieters. Während einige Dienste die Asche in eine Erdumlaufbahn befördern, verbleibt sie bei anderen Missionen im tiefen Weltraum oder auf der Mondoberfläche. Diese moderne Bestattungsform unterliegt strengen internationalen Vorgaben und logistischen Prozessen der privaten Raumfahrtunternehmen, die seit den ersten erfolgreichen Missionen in den späten 1990er Jahren den Markt für diese Dienstleistungen im Weltall erschlossen haben.
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Ablauf einer Weltraumbestattung: Raketenstart und Mission

Die Ablauf einer Weltraumbestattung fasziniert als moderne Form der Abschiednahme weit über die irdischen Grenzen hinaus. Angehörige wählen zwischen verschiedenen Zielen im All, um den Verstorbenen eine letzte Ruhestätte zu ermöglichen. Es empfiehlt sich, die organisatorischen Details gründlich zu prüfen, um diese außergewöhnliche Bestattungsart sicher und würdevoll zu gestalten.

Was passiert bei einer Weltraumbestattung?

Die Vorstellung, nach dem Tod in den Kosmos zu reisen, fasziniert immer mehr Menschen. Für jene, die sich fragen, wie funktioniert Weltraumbestattung, gilt: Bei diesem Vorgang wird ein kleiner, symbolischer Teil der Asche nach der Kremierung in einer Mikrokapsel mit einer Trägerrakete ins All geschossen. Es ist ein technologisch anspruchsvoller Prozess, der sich in mehrere Phasen unterteilt.

Der technische Ablauf: Von der Asche zur Kapsel

Nach der Einäscherung wird die Asche für die Beisetzung aufbereitet. Da eine gesamte Urne die Kapazitäten heutiger Trägerraketen sprengen würde, entnehmen Experten etwa 7 Gramm Asche. Diese Menge wird in eine spezielle, hitzebeständige Mikrokapsel gefüllt. Während dieser symbolische Anteil ins All reist, erhalten die Angehörigen den restlichen Teil der Asche für eine reguläre Beisetzung auf der Erde, etwa in Form einer See- oder Baumbestattung.

Für eine Bestattung im Weltall erfolgt der eigentliche Transport meist als sogenannte Beifracht, also zusammen mit kommerziellen Satelliten oder Versorgungsflügen zur ISS. Das spart Kosten, macht den Zeitplan jedoch abhängig von den Startfenstern der jeweiligen Raumfahrtagenturen.

Unterschiedliche Flugrouten und Ziele

Nicht jede Weltraumbestattung führt an denselben Ort. Je nach gewähltem Paket unterscheidet sich die Flugbahn erheblich. Suborbitale Flüge erreichen kurzzeitig den Weltraum, fallen dann zurück und verglühen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. Bei einer orbitalen Bestattung verbleibt die Kapsel in der Erdumlaufbahn, wo sie nach einiger Zeit wie eine Sternschnuppe in der Atmosphäre verglüht. Wer eine ewige Ruhe sucht, wählt Deep Space-Missionen, bei denen die Kapsel den Mond umkreist oder dauerhaft im tiefen Weltraum verbleibt.

Kosten und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Weltraumbestattung Kosten hängen massiv vom gewählten Ziel ab. Während ein suborbitaler Flug oft bei unter 1.000 Euro beginnt, können für eine dauerhafte Platzierung im Erdorbit Beträge zwischen 2.500 und 5.000 Euro anfallen. In Deutschland stellt die geltende Bestattungspflicht eine rechtliche Hürde dar, da die Ascheruhe auf Friedhöfen gesetzlich vorgeschrieben ist. Weltraumbestattungen werden daher fast ausschließlich über Anbieter organisiert, die den Transport und die Beisetzung in Ländern mit liberaleren Gesetzen abwickeln.

Die verschiedenen Arten der Weltraumbestattung

Je nachdem, wie weit die Reise der Asche gehen soll, unterscheiden sich die technischen Konzepte und die Dauer der Bestattung.

Suborbitaler Flug

• Rückkehr und Verglühen in der Atmosphäre

• Kurzzeitiger Aufenthalt im All

Orbitaler Flug

• Verglühen wie eine Sternschnuppe

• Wochen bis Monate in der Erdumlaufbahn

Deep Space / Mond

• Tiefer Weltraum oder Mondoberfläche

• Permanent

Die Wahl des Pakets bestimmt nicht nur den Preis, sondern auch die emotionale Komponente des Abschieds. Während suborbitale Flüge als symbolischer Akt dienen, bieten Deep Space-Optionen eine dauerhafte Präsenz im Kosmos.

Der Abschied von Vater Klaus: Von der Kapsel zum Wald

Klaus, ein begeisterter Astronom aus einer Kleinstadt bei Berlin, wünschte sich immer, die Sterne aus nächster Nähe zu sehen. Als er verstarb, waren seine Kinder zunächst überfordert von der Logistik einer Weltraumbestattung.

Die erste Schwierigkeit war die rechtliche Lage in Deutschland. Sie mussten mühsam einen Anbieter finden, der die Überführung der Asche in die USA korrekt abwickelte, ohne gegen lokale Bestattungsgesetze zu verstoßen.

Nachdem sie 7 Gramm Asche für die Mikrokapsel übergeben hatten, entschieden sie sich, den Rest in einem Friedwald beizusetzen. Der Moment, als sie Monate später die Bestätigung über den Raketenstart erhielten, war für sie der wahre Abschluss.

Heute besuchen sie den Baum im Wald und schauen gleichzeitig in den Nachthimmel. Diese Kombination aus greifbarer Erde und unendlichem All hilft ihnen, den Verlust zu verarbeiten.

Kernbotschaft

Symbolik vs. Realität

Weltraumbestattungen verwenden nur geringe Mengen Asche, der Rest wird traditionell auf der Erde beigesetzt.

Preisgestaltung nach Flugziel

Die Kosten steigen mit der Dauer und Entfernung der Reise, von suborbitalen Flügen bis zum Deep Space.

Empfohlene Lektüre

Ist eine Weltraumbestattung in Deutschland legal?

Aufgrund des strengen Friedhofszwangs in Deutschland ist eine direkte Weltraumbestattung hierzulande kaum möglich. Die meisten Anbieter wickeln den Prozess daher über das Ausland ab.

Was passiert mit der restlichen Asche?

Da nur ein Bruchteil von etwa 7 Gramm ins All geschickt wird, erhält die Familie den Großteil der Asche für eine reguläre Beisetzung auf der Erde zurück.

Ist diese Bestattungsart umweltfreundlich?

Raketenstarts verursachen Emissionen. Da die Asche meist als Beifracht bei ohnehin stattfindenden Satellitenstarts mitfliegt, wird die zusätzliche Belastung durch die Bestattung minimiert.

Für fundierte Details zu den finanziellen Rahmenbedingungen empfehlen wir unseren Beitrag: Wie viel kostet eine Weltraumbestattung?