Was heißt Eigenschäden mitversichert?

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Eigenschadendeckung bedeutet, dass Sie auch für Schäden an Ihren eigenen Fahrzeugen geschützt sind, die durch Sie selbst verursacht wurden. In manchen Fällen ist auch weiteres Eigentum wie Garagen und Fahrräder mitversichert. Allerdings müssen Sie für Schäden an dem Fahrzeug, das den Unfall verursacht hat, selbst aufkommen.
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Eigenschäden mitversichert: Was bedeutet das genau?

Im Dickicht der Versicherungsbedingungen stößt man immer wieder auf Begriffe, die Fragen aufwerfen. Einer dieser Begriffe ist "Eigenschäden mitversichert". Was bedeutet das konkret und warum ist diese Klausel wichtig?

Grundsätzlich bezieht sich die Klausel "Eigenschäden mitversichert" auf eine Erweiterung des Versicherungsschutzes, die über die klassische Haftpflichtversicherung hinausgeht. Während die Haftpflichtversicherung Schäden abdeckt, die Sie anderen zufügen, greift die Eigenschadendeckung bei Schäden an Ihrem eigenen Eigentum, die Sie selbst verursacht haben.

Kern der Eigenschadendeckung: Schutz für Ihr Eigentum

Der springende Punkt ist, dass die Eigenschadendeckung Sie vor den finanziellen Folgen von Unfällen schützt, bei denen Sie selbst die Ursache sind und dabei Ihr eigenes Eigentum beschädigen. Stellen Sie sich folgende Szenarien vor:

  • Sie beschädigen Ihr eigenes Auto beim Einparken: Sie stoßen beim Rangieren gegen einen Pfeiler und verursachen Dellen und Kratzer an Ihrem Fahrzeug.
  • Sie fahren gegen Ihre eigene Garagentür: Ein unaufmerksamer Moment und Sie rammen beim Ausparken die Garagentür, die dadurch beschädigt wird.
  • Sie verursachen Schäden an Ihrem Haus durch Ihr Fahrzeug: Beim Zurücksetzen auf Ihrer Einfahrt beschädigen Sie die Hauswand.

In all diesen Fällen würde eine normale Haftpflichtversicherung nicht greifen, da Sie den Schaden ja sich selbst zugefügt haben. Hier kommt die Eigenschadendeckung ins Spiel. Sie übernimmt die Kosten für die Reparatur oder den Ersatz des beschädigten Eigentums.

Was ist typischerweise mitversichert?

Die genauen Leistungen der Eigenschadendeckung können je nach Versicherungsanbieter und Tarif variieren. Typischerweise umfasst sie jedoch Schäden an:

  • Eigenen Fahrzeugen: Dies ist der Kernpunkt. Die Deckung greift bei Schäden am eigenen PKW, Motorrad oder anderen Fahrzeugen, die durch Ihr eigenes Verschulden entstanden sind.
  • Weiterem Eigentum auf dem Grundstück: In vielen Fällen sind auch Schäden an Garagen, Zäunen, Gartenmauern oder sogar Fahrrädern abgedeckt, wenn diese durch Ihr Fahrzeug beschädigt wurden.

Wichtig: Einschränkungen und Selbstbeteiligung

Es ist wichtig zu beachten, dass die Eigenschadendeckung in der Regel nicht unbegrenzt gilt. Einige wichtige Einschränkungen sind:

  • Schäden am verursachenden Fahrzeug: Häufig ist die Deckung auf Schäden an dem Fahrzeug beschränkt, das nicht den Unfall verursacht hat. Wenn Sie also mit Ihrem PKW die Garagentür beschädigen, ist die Reparatur der Garagentür abgedeckt, die Reparatur Ihres PKW aber möglicherweise nicht.
  • Selbstbeteiligung: Auch bei der Eigenschadendeckung ist oft eine Selbstbeteiligung vorgesehen. Das bedeutet, dass Sie im Schadensfall einen bestimmten Betrag selbst tragen müssen.
  • Grobe Fahrlässigkeit: Bei grober Fahrlässigkeit (z.B. Trunkenheit am Steuer) kann die Versicherung die Leistung verweigern oder kürzen.

Lohnt sich die Eigenschadendeckung?

Ob sich die Eigenschadendeckung lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von Ihrer individuellen Risikobereitschaft und den Kosten der Versicherung.

Vorteile:

  • Finanzieller Schutz: Schützt vor hohen Reparaturkosten bei selbstverschuldeten Schäden am eigenen Eigentum.
  • Sicherheitsgefühl: Gibt Ihnen die Gewissheit, dass Sie im Fall eines Missgeschicks nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Nachteile:

  • Höhere Versicherungsprämie: Die Eigenschadendeckung erhöht die Kosten Ihrer Versicherung.
  • Selbstbeteiligung: Im Schadensfall müssen Sie einen Teil der Kosten selbst tragen.

Fazit:

Die Eigenschadendeckung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Haftpflichtversicherung, wenn Sie Ihr eigenes Eigentum vor den finanziellen Folgen selbstverschuldeter Unfälle schützen möchten. Vor dem Abschluss einer solchen Versicherung sollten Sie jedoch die genauen Bedingungen und Leistungen der Versicherung sorgfältig prüfen und die Kosten gegen den potenziellen Nutzen abwägen. Klären Sie genau, welche Schäden abgedeckt sind, welche Einschränkungen gelten und welche Selbstbeteiligung Sie im Schadensfall tragen müssen. So treffen Sie eine informierte Entscheidung, die zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt.