Wie viel Toleranz bei 80er Zone?

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In Deutschland werden Geschwindigkeitsmessungen im Straßenverkehr zugunsten der Verkehrsteilnehmer toleranzbehaftet betrachtet. Bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h werden 3 km/h abgezogen. Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h reduziert sich das Messergebnis um 3 Prozent, um mögliche Messungenauigkeiten auszugleichen.
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80er-Zone: Wie viel Toleranz ist drin? Ein genauer Blick auf die Geschwindigkeitsmessung

Die 80er-Zone, häufig auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften anzutreffen, dient der Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für schwächer geschützte Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger. Doch die Frage nach der erlaubten Geschwindigkeit und der Toleranz bei Geschwindigkeitsmessungen sorgt immer wieder für Unklarheiten. Der pauschale Abzug von 3 km/h bis 100 km/h oder 3 % darüber hinaus greift hier nur bedingt.

Die Rechtslage ist eindeutig: In einer 80er-Zone darf maximal 80 km/h gefahren werden. Jenseits dieser Grenze drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg und Fahrverbote. Die oft zitierte Toleranz von 3 km/h (bis 100 km/h) oder 3 % (über 100 km/h) bezieht sich auf die Messgenauigkeit des verwendeten Geräts und nicht auf eine gesetzlich festgelegte "Toleranzgrenze". Diese Toleranz dient lediglich dazu, Messfehler der Geschwindigkeitsmessgeräte auszugleichen. Es handelt sich also nicht um eine Freibrief, um in der 80er-Zone systematisch schneller zu fahren.

Die Praxis sieht oft anders aus: Während die Polizei in der Regel die Toleranzgrenzen berücksichtigt, ist dies bei privaten Geschwindigkeitsmessungen, wie sie beispielsweise von privaten Blitzern durchgeführt werden, nicht immer gewährleistet. Hier ist Vorsicht geboten, da die Messgenauigkeit variieren kann und keine offizielle Toleranz berücksichtigt wird. Ein Bußgeldbescheid aufgrund einer solchen Messung ist dennoch rechtlich vollstreckbar, sofern die Messung korrekt durchgeführt wurde.

Was bedeutet das konkret für die 80er-Zone? Theoretisch könnte ein Blitzer eine Geschwindigkeit von 82 km/h messen. Nach Abzug der 3 % Toleranz (bei Geschwindigkeiten über 100 km/h) ergäbe sich eine Geschwindigkeit von ca. 79,4 km/h. In diesem Fall würde in der Regel kein Bußgeld folgen. Bei einer gemessenen Geschwindigkeit von beispielsweise 85 km/h jedoch, ist ein Bußgeld nahezu unausweichlich, da der Überschreitung der Toleranzgrenze deutlich ist.

Fazit: Die 3 km/h bzw. 3 % Toleranz bei Geschwindigkeitsmessungen sind kein Freibrief für leicht erhöhtes Tempo. In der 80er-Zone sollte man sich strikt an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit halten. Die Toleranz dient lediglich dem Ausgleich von Messungenauigkeiten und kann nicht dazu verwendet werden, um bewusst schneller zu fahren. Eine vorausschauende und angepasste Fahrweise ist der beste Schutz vor Bußgeldern und trägt maßgeblich zur Verkehrssicherheit bei. Vertrauen Sie nicht auf die Toleranz, sondern fahren Sie sicher und verantwortungsbewusst!