Kann ich zu Fuß den Führerschein verlieren?

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Trunkenheit im Straßenverkehr gefährdet nicht nur Fußgänger, sondern kann auch den Führerschein kosten. Ein unsicheres Verhalten, selbst ohne Fahrzeug, reicht aus, um ein Entziehungsverfahren einzuleiten. Die Polizei beurteilt den Sachverhalt und kann den Führerschein sofort beschlagnahmen.
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Kann man als Fußgänger seinen Führerschein verlieren?

Trunkenheit ist im Straßenverkehr nicht nur eine Gefahr für Fußgänger, sondern kann auch den Führerschein kosten. Die Annahme, dass man als Fußgänger keinen Führerschein braucht, ist ein Trugschluss.

Unsicheres Verhalten als Fußgänger

Auch ohne Fahrzeug kann unsicheres Verhalten als Fußgänger ausreichen, um ein Verfahren zur Entziehung des Führerscheins einzuleiten. Die Polizei beurteilt den Sachverhalt und kann den Führerschein sofort beschlagnahmen, wenn sie feststellt, dass man:

  • Unter Alkoholeinfluss steht und dadurch eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellt.
  • Sich aggressiv oder störend verhält, z. B. durch Randalieren oder Beleidigen.
  • Andere am Überqueren der Straße hindert oder sie gefährdet.
  • Auf der Fahrbahn oder dem Radweg läuft, obwohl ein Gehweg vorhanden ist.

Rechtsgrundlage

Die rechtliche Grundlage für die Entziehung des Führerscheins als Fußgänger findet sich im § 11 Abs. 2 Nr. 1 FeV (Fahrerlaubnisverordnung):

"Inhaber einer Fahrerlaubnis können zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet sein, wenn sie ein Kraftfahrzeug nicht mehr sicher führen können, beispielsweise wenn die Eignung infolge von Krankheit, körperlichen Gebrechen oder psychischen Störungen eingeschränkt ist."

Verfahren

Werden die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, beschlagnahmt die Polizei den Führerschein und leitet ein Verfahren zur Entziehung ein. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde prüft dann, ob die Voraussetzungen für eine Entziehung gegeben sind.

Folgen

Die Entziehung des Führerscheins als Fußgänger hat folgende Folgen:

  • Man darf keine Kraftfahrzeuge mehr führen, auch keine Mopeds oder Fahrräder mit Hilfsmotor.
  • Die Entziehungsdauer beträgt in der Regel mehrere Monate bis hin zu Jahren.
  • Es können zusätzliche Auflagen wie eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) oder eine Abstinenznachweispflicht angeordnet werden.

Fazit

Auch als Fußgänger ist es wichtig, sich im Straßenverkehr verantwortungsvoll zu verhalten. Unsicheres Verhalten unter Alkoholeinfluss oder andere Beeinträchtigungen können den Führerschein kosten. Die Polizei und die Fahrerlaubnisbehörde sind befugt, den Führerschein zu beschlagnahmen und ein Entziehungsverfahren einzuleiten, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.